InterBündnis

Aktualisiert: Aufruf der Arbeiterplattform

Wir meinen es ernst. Wir legen nach.

InterBündnis | 21.10.2026
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Am 21. September legten Kollegen der Autoindustrie vor: 175.000 sagten beim branchenweiten
Aktions- und Streiktag NEIN zu Arbeitsplatzvernichtung, Steigerung der Ausbeutung, Angriffen auf
die Rente. Am 26. September kamen erneut 175.000 aus allen Gewerkschaften zum DGB-Aktions-
tag gegen sozialen Kahlschlag, Aufrüstung und Umweltzerstörung. Viele sagten: Ein guter Auf-
takt! Die Gewerkschaften lernen wieder zu kämpfen.

Das ist nötiger denn je: Die Kündigung der Tarifverträge durch den VW-Vorstand am 30. Septem-
ber war eine Kriegserklärung an die Belegschaften und IG Metall. Und ein Signal an alle Beschäf-
tigten! Das liegt ganz auf der Linie des Kapitalistenverbands BDI einer härteren Gangart. Er fordert
rücksichtslose Durchsetzung der Angriffe auf unsere Arbeits- und Lebensbedingungen. Die Le-
benslüge der „Sozialpartnerschaft“ ist am Ende – immer mehr ist heute vom Klassenkampf die
Rede. Zurecht!

Um unsere erkämpften Errungenschaften zu verteidigen, um unsere Klasseninteressen und Forde-
rungen durchzusetzen, gehen wir in die Offensive:

Machen wir die Gewerkschaften zu Kampforganisationen! In den Tarifrunden bei Metall und
Elektro, bei VW und in der Stahlindustrie: voller Einsatz der gewerkschaftlichen Kampfkraft zur
Durchsetzung der Forderungen. Keine Verhandlungsrunde ohne Kampfaktionen. Vorbereitung und
Einleitung von Urabstimmungen und gewerkschaftlichen Tarifstreiks. Für weitere, massenhafte
Kampf- und Streiktage.

Die bedeutendsten Streiks der letzten Jahrzehnte waren selbständige, unbefristete
Streiks: Rheinhausen, Bergbau, Opel Bochum!
Torblockaden, Werksbesetzungen, Demonstra-
tionen – das ist die Sprache, die unsere Gegner verstehen. Für ein allseitiges und vollständiges
gesetzliches Streikrecht.

Wir Arbeiterinnen und Arbeiter schaffen alle Werte – wir haben nichts abzugeben, wo die
Kapitalisten sich immer mehr bereichern!
Kampf um jeden Arbeits- und Ausbildungsplatz und
gegen jede Werkschließung. Die Angriffe auf unsere Arbeitszeiten, Renten und sozialen Errungen-
schaften müssen allesamt vom Tisch. Stattdessen Arbeitszeitverkürzung auf 30 Stunden in der
Woche bei vollem Lohnausgleich zu Erhalt und Schaffung zehntausender Arbeitsplätze.

In den Marken getrennt, im Kampf vereint – Arbeitereinheit ist stärker als Spaltung und
Hetze!
Wir sind eine Arbeiterklasse, egal in welchem Konzern und Land. Jung und Alt gemeinsam.
Keinen Spielraum für Standortspaltung. Vor allem: Keinen Fußbreit den Faschisten der AfD, die
den Kapitalisten die Drecksarbeit abnehmen.

Koordinieren wir auch zunehmend länderübergreifend die Kämpfe. Internationale Arbeite-
reinheit ist Trumpf!
In Italien, Frankreich und Spanien organisieren Gewerkschaften am 30.10,,
5.11. und am 11.11. Generalstreiks gegen die Politik der Regierung und Konzerne. Sechs Ge-
werkschaften aus dem Mittelmeerraum rufen am 30.10. zu einem internationalen Kampf- und
Streiktag auf: gegen die Verladung von Kriegswaffen, Umwandlung der Häfen in Militärstützpunkte,
für höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen. Hafenarbeiter in über 60 Häfen in Asien, Afri-
ka, Europa und Nordamerika haben sich dem angeschlossen. Der internationale Jugendstreiktag
am 20.11. signalisiert: es geht um die Zukunft der Jugend, die Zukunft der Menschheit!

Für eine gesellschaftliche Perspektive ohne Ausbeutung und Unterdrückung! Gib Antikom-
munismus keine Chance, wie ihn jetzt die CDU unter dem Motto „Freiheit statt Extremismus“ neu
beleben will. Dass der Kapitalismus keine Zukunft bietet, sehen heute immer mehr Menschen. Das
schließt positive Visionen und die Offenheit für eine breite gesellschaftliche Diskussion über ge-
sellschaftliche Alternativen wie den Sozialismus ein!

Initiator: Markus Stockert, IG Metall-Betriebsrat bei tkSE Duisburg und Arbeiterplattform des Inter-
nationalistischen Bündnis

Erstunterzeichner melden sich bitte bei steelworkers@mail.de