Solidaritätskreis „Einer für alle – alle für einen“ Weg mit der politisch motivierten Strafversetzung des Kollegen Christian Kowoll!

Der Opel-Kollege Christian Kowoll klagt am 17.Juni beim Bochumer Arbeitsgericht gegen die Strafversetzung im Bochumer Opel-Zentrallager.

Zur gleichen Zeit herrscht eine explosive Stimmung in der Opel-Belegschaft. Der Opel/PSA-Konzern versucht jetzt sogar die 35 Stundenwoche zu streichen und 37,5 Stundenwoche durchzusetzen, die Betriebsrente anzugreifen, Urlaubsgeld zu streichen, Weihnachtsgeld zu kürzen und einen niedrigeren Logistik-Tarifvertrag durchzusetzen. Mit ihrer Verzichtspropaganda alles ist „alternativlos“ wollen die Arbeiter noch mehr ausbeuten und unterdrücken. Nach 7.000 vernichteten Arbeits­plätzen im Opel-Konzern sollen weitere 4.100 Be­schäftigte entlassen werden. Das sind alles Tabu­brüche gegen die erkämpften Tarifverträge! In der Opel-Belegschaft ist einhellig: „das Maß ist voll!“ Aus Angst von Opel/PSA, dass sich die Kollegen zusammenschließen und für ihre Rechte gegen die Abwälzung der Krisenlasten kämpfen, versuchen sie kämpferische Kollegen rauszusäubern.

Erst vor 3 Wochen führte der Soli-kreis eine sehr erfolgreiche Protestkundgebung vor dem Arbeitsgericht in Bochum durch, um die Neovia-Kollegin Katrin Papke bei ihrer Klage auf Weiterbeschäftigung zu unterstützen. Hier kamen Kollegen von Ford aus Köln, Stahlarbeiter aus Bochum und Dortmund und Kollegen von Opel und Neovia und überbrachten ihre solidarischen Grüße – ganz nach dem Motto des Solikreises: einer für alle – alle für einen!“ Auch bei Katrin ist die Nichtweiterbeschäftigung politisch motiviert. In der Klageerwiderung schreiben die Neovia-Anwälte sie und ihre Unterstützer von der MLPD wä­ren „im Klassenkampf verhaftet“ geblieben.

Der Solikreis arbeitet auf überparteilicher, antifaschi­stischer Grundlage und unterstützt jeden Arbei­ter, der Solidarität im Kampf benötigt.

Wir lassen uns nicht auf den bürgerlich verbreiteten Antikommunismus ein, der uns verbieten soll, über den Tellerrand des Kapitalismus hinauszuschauen. Diese Spaltung schadet uns Arbeitern und unserer notwendigen Einheit im Kampf gegen Ausbeutung und Unterdrückung. Natürlich solidarisieren wir uns deshalb auch mit Marxisten-Leninisten und Kommunisten. Wir kämpfen dagegen, dass Arbeiter wegen ihrer politischen Gesinnung angegriffen und diffamiert wer­den. Das ist eine wichtige Schlussfolgerung für jeden Gewerkschafter und Demokraten aus den Erfahrungen mit dem Hitler-Faschismus.

Auch bei Christian ist das Mobbing ausgehend von der Geschäftsleitung vor allem politisch und antikommunistisch motiviert!

Seine zweite Kündigung wurde ganz offen mit seiner angeblichen Mitgliedschaft in der MLPD begründet. Im November 2018 nahm Christian seine Arbeit im Bochumer Opel-Zentrallager auf. Viereinhalb Jahre nach der Werksschließung 2014 hat Christian mit Rückgrat und großer Solidarität um seinen Arbeitsplatz in Bochum gekämpft und nach 3 Kündigungsprozessen gesiegt. Opel musste Christian weiter beschäftigen. Die Kollegen haben sich über diesen Erfolg gefreut. Er wurde im Betrieb sehr herzlich empfangen und er hat sich mit der Arbeit gut eingelebt. In seinem Bereich haben die Kollegen mit 100% für seine Wiederaufnahme in der IG Metall unterschrieben. Seitdem ist er einem extremen politischen Mobbing ausgesetzt. Er sollte auf jeden Fall von den Kollegen im alten Bereich getrennt werden, um ihn irgendwie wieder los zu werden. In seiner Abteilung passierte ihm ein Arbeitsunfall, bei dem eine Windschutzscheibe beschädigt wurde. Er hat es sofort dem Vorgesetzten mitgeteilt. Sofort wurde ihm Absicht unterstellt. Er hat eine Abmahnung und eine Strafversetzung in einen anderen Werksteil bekommen und wurde zum Schichtwechsel gezwungen. Besser konnte Opel gar nicht dokumentieren, dass es hier nicht um „Sachentscheidungen“ geht, sondern um ein politisches Vorgehen.

Christian hat schon einen Teilerfolg erreicht:Bei dem Gütetermin im Januar 2020 musste die Abmahnung gestrichen werden! Wir vom Solidaritätskreis und viele Kollegen fordern mit Christian: Opel muss die Strafversetzung zurücknehmen und Christian im früheren Bereich und der gleichen Schicht weiter beschäftigen.

Eine gute Losung der 2. Internationalen Automobilarbeiter-Konferenz: „Wir sind viele! Du bist nicht allein! Es gibt Menschen wie dich, die international kämpfen!“

Am Mittwoch, den 17.Juni um 9.00 Uhr ist der Kammertermin des Arbeitsgerichts.

Kommt alle zur Kundgebung des Solidaritätskreises um 8.00 Uhr vor dem Arbeitsgericht Bochum, Josef-Neuberger-Str. 1

Solidarische Grüße von OFFENSIV

Wir von OFFENSIV unterstützen Christian in seinem Kampf gegen die Kündigungen und das

Mobbing von Anfang an – so wie Christian seit über zehn Jahren zu OFFENSIV gehört und

mit uns kämpft. Das Mobbing gegen ihn ist alles andere als ein Einzelfall:

mit zwölf Abmahnungen, drei politischen Entlassungen und einem Hausverbot gegen unsere

Neovia­Kollegin Katrin Papke versucht Opel vergeblich, uns klein zu kriegen. Und warum?

Weil wir immer konsequent auf der Seite der Arbeiter stehen. Weil gewerkschaftliche Arbeit

für uns bedeutet, für unsere Rechte zu kämpfen, anstatt uns erpressen zu lassen und auf

faule Kompromisse einzugehen.

Und daran wird keine Abmahnung oder Entlassung etwas ändern!

für OFFENSIV (Initiative für eine kämpferische gewerkschaftliche Betriebsratsarbeit bei

Opel in Bochum)

Steffen Reichelt (Betriebsrat), Oliver Wähnert (Vertrauensmann), Raymund Körber (Ex­Opelaner, IG Metall Delegierter)

Solidarische Grüße des Frauenverband

Courage e.V. und ihre BASTA­Frauen

Lieber Christian,

lass Dich nicht unterkriegen.

Wir fordern die sofortige Rücknahme der Strafversetzung!

Gabi Sommer

Solidarische Grüße von Solidarität

International e.V. Regionalgruppe Bochum

Lieber Chrisian,

Solidarität und Zusammenhalt sind eine Waffe der Arbeiter.

Gerade deshalb wollten sie dich versetzen. Damit dürfen sie nicht durchkommen!

Wir verpflichten uns, Deinen Kampf weiter bekannt zu machen.

Helga Böttigheimer

Solidarische Grüße der Montagsdemo Bochum

Die Bochumer Montagsdemo ist Teil des Solidaritätskreises „Einer für alle ­ alle für einen“.

Wir kennen Christian als einen treuen Montagsdemonstranten, der sich immer für die

Rechte der Arbeiter und Hartz IV­Empfänger eingesetzt hat.

Wir wünschen dem kampferprobten Christian bei dem Arbeitsgerichtsverfahren viel Erfolg!

Opel muss zum vierten Mal eine Schlappe gegen Christian bekommen!

Für die Bochumer Montagsdemonstration

Ulrich Achenbach (Moderator)

Solidarische Grüße der MLPD

Marxistisch­Leninistische Partei Deutsch­

lands Kreis Bochum

Lieber Christian, liebe Katrin,

liebe Mitstreiter des Solikreises „Einer für alle – alle für einen!“

Es ist genau richtig, wie ihr die Solidarität organisiert und den Kampf gegen jede Form der

Unterdrückung im Betrieb unterstützt.

Die MLPD soll hier zum eigentlichen Buh-Mann gemacht werden: wer sich mit den Marxisten­Leninisten einlässt, wird zum Abschuss freigegeben. Das kann kein demokratischer Kollege hinnehmen.

Die MLPD ist stolz auf ihre Vision einer befreiten Gesellschaft, den echten Sozialismus! Das einzige Gesellschaftssystem wo der Mensch tatsächlich im Mittelpunkt steht und die heute schon vorhandenen Möglichkeiten allen Menschen zugute kommen können. Gerade in Zeiten wie diesen, wo sich eine Tendenz zu einer gesamtgesellschaftlichen Weltkrise herausbildet und der Kapitalismus aufs neue beweist, dass er kein einziges Zukunftsproblem lösen kann, haben wir einen Plan und Antworten. Macht euch selber ein Bild von „den Roten“! Gib Antikommunismus keine Chance!

Viel Erfolg für eure weitere Arbeit!

Christoph Schweitzer

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