Protest für das Selbstbestimmungsrecht der Völker

Das InterBündnis-Kassel hat eine Kundgebung mit Offenen Mikro / Info-Tisch organisiert.

Sa. 11.07.20 – 10 Uhr – Opernplatz Kassel

Wir wollen die Vertreibung und Ermordung von kurdischen und die palästinensischen Menschen aufgrund ihres Wunsches nach einem eigenen Staat, bzw. eines eigenen autonomen Gebietes in den Blickpunkt der Öffentlichkeit rücken. Zwei Ereignisse der letzten Wochen bilden den aktuellen Anlass unseres Protestes:

Syrien / Türkei: Bewaffnete Drohnen der Türkei haben einen Luftangriff auf das Dorf Helince bei Kobane (Nord-Syrien) durchgeführt. Angriffsziel war ein Haus in dem Dorf. Bei der Bombardierung sind drei im Garten sitzende Frauen ums Leben gekommen. Es handelt es sich um die 60-jährige Hausbesitzerin Amina Ways? sowie Zehra Berkel und Hebün Meie XelTI vom Frauendachverband Kongreya Star in der Euphrat-Region. Die faschistische türkische Regierung hat erneut gezielt politische Morde an Kurdinnen begangen die sich für die Rechte der Frauen in Kobane und Rojava engagiert haben. Das Erdogan-Regime der Türkei will damit Rojava, als demokratische und friedliche Perspektive dieser Region auslöschen, die ein Ergebnis des kurdischen Befreiungskampfes ist. Mutig hatten die kurdische Befreiungskräfte YPG den faschistischen IS in Kobane besiegt um dann eine demokratische und selbstbestimmte Gesellschaft aufzubauen, in der die Frauen gleiche Rechte haben und aktiv die politische Gesellschaft gestalten. Das ist und war auch den US- und den russischen Imperialisten ein Dorn im Auge. Sie gaben Erdogan grünes Licht für die Ermordung zahlreicher kurdischen Menschen und auch für diese drei Frauen.

Ziel dieser türkischen Vertreibungs- und Vernichtungspolitk ist die Zerschlagung der kurdischen Selbstorganisation für Selbstbestimmung um den eigenen Machtbereich zu erweitern und das positive Beispiel zu stoppen.

Palästina / Israel: Ermutigt durch die reaktionäre Politik des US Präsidenten Trump, hat der israelische Ministerpräsident Netanjahu die völkerrechtswidrige Annexion weiter Teile des Westjordanlandes ab 1. Juli 2020 angekündigt. Israel hatte das Westjordanland im „Sechstagekrieg“ 1967 von Jordanien erobert. Die offizielle rechtliche Annexion wäre der Höhepunkt von jahrzehntelanger Vertreibung, Enteignung, Drangsalierung, des Mordens, der Entrechtung der Palästinenser, und der Ignoranz aller UN-Resolutionen durch das faschistoide zionistische Regime Israels.

Bis zu 800.000 Palästinenser leben im Exil. Viele Palästinenser aus dem Westjordanland und aus dem Gaza-Streifen arbeiten als billige, fast rechtlose Arbeitskräfte für die israelischen Monopole – als Landarbeiter oder Bauarbeiter. 20 Prozent der nichtjüdischen Bürger Israels sind durch das rassistische Nationalitätengesetz zu Bürger zweiter Klasse degradiert.

Auch hier geht es um die Vertreibung des palästinensischen Volkes und um die Verweigerung des Rechts auf einen eigen Staat. Der zionistische Siedler-Kolonialismus will das Land aber nicht die Menschen.

Beide Völker haben das Recht, selbst über ihre Zukunft zu bestimmen, komm am 11.07 und protestiere mit uns! 

zKOG

Die zentrale Koordinierungsgruppe (zKOG) koordiniert die Arbeit im InterBündnis bundesweit und zwischen den Plattformen im Sinne der Beschlüsse des Bündnis-Rats und der Bündnis-Kongresse und bestimmt einen dreiköpfigen geschäftsführenden Ausschuss (gA).

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