InterBündnis Rhein-Main

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Freundinnen und Freunde,

Corona macht uns nicht mundtot – wir nehmen uns das Recht auf die Straße zu gehen. Denn die „Coronakrise“ wirft ein verschärftes Licht darauf, dass unsere Regierung in diesem System eben nicht bestmöglich für unsere Gesundheit vorsorgte. Und die „Coronakrise“ dient als Vorwand, unsere Proteste zu unterdrücken. Ob im Gesundheits-, Altenpflege,- oder anderen Sozialsystemen; an ihnen wurden schon länger gespart: beim Personal, bei der Bettenzahl usw. Und sie werden für den Profit umstrukturiert und privatisiert. Pflegepersonal und Ärzte sind oft überlastet und unterbezahlt, müssen z.T. ohne Schutzausrüstung arbeiten. Für höhere Löhne und Gehälter sowie Neueinstellungen.

Die Familien werden durch Homeoffice und Homeschooling in eine verschärfte Zerreißprobe getrieben.

In vielen Ländern der Welt bestehen für Arbeiter und die Armen nicht einmal minimale Gesundheits- oder andere Infrastrukturen wie Wasserversorgung. Corona kann nicht getrennt werden von der heraufziehenden Umweltkatastrophe, der Vernichtung der Urwälder und herkömmlicher Naturgebiete für industrielle Landwirtschaft mit Einschränkung des Genpools, der rücksichtslosen Rohstoffausbeute, dem überbordendem Verkehr … Sie bedingen die rasche Übertragung und Verbreitung neu entstehende Krankheiten. Die Corona“krise“ heute ist nur ein Vorgeschmack, was uns zukünftig droht. Corona verdeckt, dass der drastische Rückgang in der Weltwirtschaft schon im Sommer 2018 einsetzte, dass die Folgen der einsetzenden kapitalistische Wirtschafts- und Strukturkrise auf uns Arbeitende und kleine Selbständige abgewälzt werden sollen. Leiharbeiter werden nicht erst seit Corona entlassen, Zulieferbetriebe aussortiert. Aber wir sind nicht wehrlos

In diesem Klima wird die Angst und der Hass auf Flüchtlinge geschürt und alle internationalen Konventionen zu ihrem Schutz gebrochen. Faschistische Strukturen sind zumindest vom Staatsapparat geduldet. Der Mord an Halit Yozgat und der 9 anderen NSU-Opfer, die Bedrohung ihrer türkischstämmigen Anwältin aus Polizeikreisen, der Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Lübcke, die Morde in Hanau und viele andere faschistischer Angriffe. Das machte uns nicht wehrlos: Zehntausende trugen ihren Protest gegen diese Merkmale einer akuten faschistischen Tendenz , auf die Straßen. Gerade an diesem ersten Mai verteidigen wir unsere demokratischen Rechte gegen die weitreichenden politischen Notstandsmaßnahmen und Einschränkungen!

Keine Abwälzung der Lasten der Wirtschaftskrise und der Coronapandemie auf uns und alle Kolleginnen und Kollegen

  • statt Entlassungen: 30 Stundenwoche bei vollem Lohnausgleich
  • Statt Milliarden an die Konzerne, Boni und Aktienausschüttungen: bezahlte Freistellung von der Arbeit bei notwendigem Gesundheitsschutz – ausreichende Überbrückungshilfen für Selbständige und Kleingewerbetreibende
  • wirksamer Gesundheitsschutz
  • Neueinstellungen im Gesundheitsbereich, Altenpflege – und Behinderteneinrichtungen, Schulen und Kindereinrichtungen
  • Für das Recht auf Flucht vor Krieg und Krisen, Schutz der Flüchtlinge
  • Rettet die Umwelt vor der kapitalistischen Profitwirtschaft

Proletarier aller Länder, vereinigt Euch!

Für Frieden Umwelt- und Gesundheitsschutz, für eine Welt ohne Unterdrückung und ohne Ausbeutung von Mensch und Natur.

Wir organisieren:

  1. einen Autokorso: 12.00 Uhr, Parkplatz Fraport-Arena (ehemalsBallsporthalle), Silostraße
  2. Kundgebung: 15.30 Uhr, Innenstadt. Eiserner Steg (Mainkai)

Corona macht uns nicht mundtot – wir nehmen uns das Recht
auf die Straße zu gehen.“

Dieses Jahr gab es ein hartes Ringen, dass der 1. Mai als „Kampftag der Arbeiterklasse“ nicht den Auflagen zu Corona Covit 19 gleich mit zum Opfer fällt. Unter dem Motto „Corona macht uns nicht mundtot – wir nehmen uns das Recht auf die Straße zu gehen.“ organisiert das Internationalistische Bündnis Rhein – Main einen Autokorso (Treffpunkt 12.00h Fraport-Arena (ehemalsBallsporthalle), Silostraße.

In jedem Auto dürfen nur zwei Leute sitzen und dürfen nicht aussteigen. Alle müssen die StVO einhalten. Bitte die Autos schon vorher „schmücken“!

Die Aktionen sind mit dem Ordnungsamt abgestimmt, die Genehmigung liegt vor. Ebenfalls die genaue Route, die durch Unterliederbach, Sossenheim, Höchst, Nied, den Gallus, Bockenheim, Bahnhofsviertel zum Schaumain Kai führt. Um 15.00 Uhr müssen wir angekommen sein. Es bleibt Zeit in aller Ruhe das Auto zu parken und auf die andere, die Frankfurter Mainseite zu kommen.

Gerne können sich noch Autos anschließen. Bitte melden – schon wegen den Unter- und möglichder Auflagen!

Interbuendnisffm@mailbox.org

Hier Strecke einfügen.

Ab 15.30 Uhr organisieren wir eine Kundgebung auf dem Mainkai zwischen Eisernen Steg und Alte Brücke.

Gerade weil größere und gemeinsame Kundgebungen nicht vom Ordnungsamt erlaubt werden und die rechtliche Situation sehr repressiv ist, sind Redner auch anderer Kundgebungen herzlich eingeladen auch auf unserer Kundgebung einen Redebeitrag zu halten.

Wir werden unsere Aktion entsprechend dem nötigen Gesundheitsschutz organisieren, mit entsprechenden Abständen, Mundschutz usw. Gesundheitsschutz JA – Abbau demokratischer Rechte NEIN! Wir zählen darauf, dass alle Beteiligten sich aktiv um unseren Gesundheitsschutz kümmern. Als Abstände sind vorgeschrieben: 1,5m Abstand Kundgebungsteilnehmern untereinander und zwei Meter Abstand von Passanten und anderen halten.

Einen inhaltlichen Aufruf werden wir euch noch zukommen lassen. Wir freuen uns, wenn noch weiter Menschen zu unserem Autokorso und zu der Kundgebung dazu stoßen.

Ihr könnt euch an uns unter „interbuendnisffm@mailbox.org“ wenden.

Bisherige Unterstützer

ATIF, YDG, Yeni Kadin, AGIF, ADHF, SYM, MLPD, Rebell, Courage

PS: Doppelsendungen bitte entschuldigen, wer von uns solche Mails nicht mehr haben will – bitte Bescheid sagen.

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