Info-mail zur Corona-Krise

21.3.2021

Liebe Kolleg/innen und Freunde,

Mit dem Stop des AstraZenica-Impfstoffs durch das Paul-Ehrlich-Institut und den Gesundheitsminister und durch die Kehrtwendung wenige Tage später – nach der Stellungnahme der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA – ist das Impf-Chaos komplett und das Vertrauen in das Management der Regierung und der verantwortlichen Behörden schwer erschüttert. Diese Entwicklung zeigt, wie berechtigt unser Offener Brief vom 13.3. 21 an das RKI und PEI war. Zu fragen ist:

• Was sind die tatsächlichen Gründe, dass der Astra-Impfstoff kurzfristig gestoppt werden mußte? Rein medizinische Gründe können es wohl nicht gewesen sein, wenn man die Häufigkeit der Neben- und Nachwirkungen des Biotech- und des Astra-Impfstoffs in einer groß angelegten britischen Studie miteinander vergleicht. Daraus läßt sich kein höheres Risiko für den Astra-Impfstoff ableiten.

• Was sind die Gründe für die Häufung von Sinus-venosus-Thrombosen bei Frauen mittleren Alters? Besteht ein Zusammenhang mit einer möglichen Einnahme eines Kontrazeptivum? Wurde eine vorausgehende Covid-19-Infektion ausgeschlossen?

• Welche Schlussfolgerungen werden aus der offensichtlich stärkeren auto-immunogenen Wirkung der bislang zugelassenen Impfstoffe gezogen? Sind die Impfstoffe wirklich schon optimal dosiert oder müssen hier differenzierte Dossierungs-Richtlinien entwickelt werden?

• Welche Schlussfolgerungen werden für die dringliche Einrichtung eines umfassenden deutschen und EU-weiten Covid-19-Impfregisters gezogen?

Impfungen sind nur ein wesentlicher Baustein im Kampf gegen Covid-19!

Offensichtlich hat die kontroverse und aufgeregte Diskussion um das Impf-Chaos die Erkenntnis verdrängt, dass ein Sieg über Covid-19 nicht allein durch eine Massenimpfung durch einzelne Länder zu erreichen ist – zumal angesichts von immer neuen und noch gefährlicheren Mutationen auch die Frage des Impfversagens gegen die Mutanten immer wieder neu aufgeworfen ist. Eine Impfstrategie kann nur global erfolgreich sein.

Die Impfungen müssen außerdem eingebettet werden in eine überzeugende Gesamtstrategie, wo unter anderem die positiven Erfahrungen anderer Länder wie Neuseeland, Australien, Südkorea, Kuba und China verarbeitet werden müssen.

Neben der Einrichtung eines umfassenden Impfregisters fordert die Mediziner Plattform:

• planmäßige flächendeckende Impfungen – unter konsequenter Einbeziehung der Haus- und Betriebsärzte!

• gründliche Erforschung der Ursachen, der Pathophysiologie und der Begleit-Umstände der aufgetretenen Sinus-venosus-Thrombosen

• Schnell-Testung vor jeder Impfung und Hinweise zur Vorbeugung von Autoimmun-Reaktion (z.B. Vitamin C, Vitamin D, vor und Ibuprofen oder Paracetamol und Enzyme am Tag der Impfung, evtl. kurzzeitiges Intervall- oder Heilfasten vor der Impfung) und genaue Erfassung aller möglicher Nebenwirkungen.

• ein konsequenter, koordinierter zeitlich begrenzter Lockdown auf Kosten der Konzern-Profite im Sinne einer Zero-Covid-Strategie, unter Einbeziehung aller nicht lebensnotwendigen Betriebe und öffentlichen Einrichtungen – als Voraussetzung um das Infektionsgeschehen endlich wieder zu kontrollieren. Das könnte z.B. im Rahmen einer „Covid-Osterpause“ geschehen.

• Die Zeit muss genutzt werden, um Betriebe, Schulen etc. auf die corona-gerechte Öffnung vorzubereiten.

• Ausweitung von von systematischen, kostenlosen Testungen. Umgehende Anerkennung aller Arztpraxen für die Durchführung der „Bürger-Tests“ ohne Antragsverfahren.

• Erforschung von innovativen stadiengerechten Therapie-Konzepten

• Schluss mit dem Impf-Chaos! Die beim „Impfgipfel“ am 19.3. verabredeten 20 Impfdosen pro Arztpraxis für die Woche nach Ostern sind ein schlechter Witz – sofortige Lizenzvergabe für Impfstoffherstellung durch weitere geeignete Hersteller.

• Schluss mit dem undurchsichtigen Schacher von Pharma-Monopole und Regierungen um Milliardenprofite und Marktbeherrschung. Die Impfstoff-Forschung und -produktion gehört unter öffentliche Kontrolle. Aufhebung des Patentschutzes für lebensnotwendige Impfungen und Medikamente. Gegen politisch motivierten Impfstoff-Boykott – sofortige Prüfung der EU-Zulassung von weiteren erfolgreichen Impfstoffen wie Sputnik, Sinovac u.a.

Wir fordern alle Freunde und Kolleg/innen auf, in diesem Sinne in ihrem persönlichen Umkreis, in den Gewerkschaften, am Arbeitsplatz und auf die öffentliche Diskussion Einfluss zu nehmen, gegebenenfalls auch an entsprechenden Aktionen, Kundgebungen etc. teilzunehmen.

Über ihre Erfahrungen, Fragen, Anregungen und kritische Anmerkungen freuen wir uns.

Ihre/Eure

Willi Mast, Günther Bittel

Medizinerplattform

Die Medizinerplattform gründete sich auf Initiative von Ärztinnen und Ärzten im InterBündnis Anfang März 2020 in unmittelbarer Reaktion auf die durch den Virus SARS-COV-2 ausgelöste Pandemie und erarbeitet schwerpunktmäßig politische Positionen in Fragen des Gesundheitswesens und des Infektionsschutzes auf wissenschaftlicher Grundlage.

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